3. Traffic
Auf den bei VoIP anfallenden Traffic wurde bereits
hingewiesen (siehe unter
Praxis/Sonstige Kosten). Im Normalfall ist der durchschnittlich
anfallende Traffic relativ gut abschätzbar.
Genau das aber ist bei
Skype
nicht mehr ohne weiteres gewährleistet, da im Prinzip (!) jeder Skype-Nutzer
zum supernode werden kann. Siehe zur Skype-Technik unter
Firewall/NAT. Damit
kann der Traffic in einem Netzwerk stark zunehmen. Siehe dazu z.B.
http://safecomputing.umn.edu/safepractices/skype.html. Trotz
intensiver Recherche auf skype.com konnte nicht eruiert werden, wie hoch
der Traffic eines supernodes eigentlich ist.
a. Minimierung des supernode-Risikos
Die Oxford University untersagte ursprünglich jegliche
Skype-Nutzung. In der Zwischenzeit darf Skype eingesetzt werden, sofern
Skype so konfiguriert wird, dass es nicht beim Starten des Computers
ausgeführt wird und ein bestimmter Verbindungsport in den
Verbindungseinstellungen festgelegt wird. Zudem darf die Option,
eingehende Verbindungen auf den Ports 80 und 443 zu gestatten, nicht
aktiviert sein (
http://www.oucs.ox.ac.uk/network/voip/index.xml.ID=restrictions).
Diese Maßnahmen wurden ergriffen, um zu verhindern,
dass Universitätsrechner zu Skype supernodes werden. Denn schon das Prinzip der supernodes
ist durchaus nicht unproblematisch. Immerhin stellen supernodes
Bandbreite zur Verfügung, über die der einzelne User z.B. in einem
Firmennetzwerk oder einem Universitätsnetz schon gar keine
Dispositionsbefugnis hat.
b. Komplettblockade von Skype
Daher kann es evtl. gewünscht sein, die Nutzung von
Skype komplett zu blockieren. Dabei sieht man sich aber mit zahlreichen
Problemen konfrontiert. Die technischen Hintergründe sind im
NAT-Kapitel
ausführlich dargestellt.
aa. Blockierung ausgehender UDP-Verbindungen
Im Ergebnis ist die Blockierung per Firewall nicht ohne
weiteres möglich, wenn der Skype-Client erst einmal im Skype-Netz
eingeloggt ist. Die Blockierung ausgehender UDP-Verbindungen ist zwar
ein möglicher Ansatz, allerdings kann Skype auch ausschließlich per
TCP-Verbindungen funktionieren.
bb. Blockierung der supernodes
Zudem beruht Skype auf Peer-to-Peer-Technologie,
so dass es keinen zentralen Server gibt, den man blockieren könnte. Die
IP-Adressen der supernodes sind zwar grundsätzlich
"herausfindbar", können sich aber ändern.
cc. Einloggen in das Skype-Netz blockieren
Um schon das Einloggen in das Skype-Netz zu
unterbinden, müssen sämtliche ausgehende TCP-Ports gesperrt werden.
Ausgehende http-Verbindungen auf TCP-Port 80 können zugelassen werden,
da Skype nicht auf http zurückgreift. Mit dieser relativ drastischen
Maßnahme dürfte Skype normalerweise effektiv blockiert sein.
dd. Unterbindung der Installation
Eine weitere Option besteht darin, schon die
Installation der Skype-Software zu unterbinden. Ein Restrisiko bleibt
allerdings bestehen, etwa wenn z.B. Notebook-Nutzer in einem Unternehmen
Skype (beispielsweise auch über WLAN) nutzen.
weiter..: Service
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