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III. Datenschutz
Es soll hier nicht um die Einhaltung von gesetzlichen
Datenschutzvorschriften bei den Internet-Telefonie-Anbietern gehen,
sondern um den "lokalen" Datenschutz.
1. Speicherung der Telefoniedaten auf
dem Endgerät
Die meisten Softphone-Programme verfügen über eine
Telefonbuchfunktion sowie über Anruflisten
mit den letzten gewählten
Rufnummern bzw. den Nummern der empfangenen Gespräche. Dies ist auf den
ersten Blick natürlich außerordentlich praktisch.
Allerdings stellt sich immer die Frage, wo und wie die
Daten auf dem lokalen System gespeichert werden.
Das "Wie" betrifft insbesondere die Frage, ob die Daten
verschlüsselt gespeichert werden. Dies ist allerdings zumindest
dann nicht sehr problematisch, wenn man (sofern
vom Betriebssystem unterstützt, z.B. in Windows XP durch Verwendung des
Dateiformats NTFS) die Verschlüsselung auch auf Betriebssystem-Ebene realisieren kann.
Durchaus kritischer ist das "Wo". Ältere
Versionen von X-Lite beispielsweise
speicherten sämtliche Verbindungsdaten sowie die gespeicherten
Telefonbuchdaten in der
Registry (!) des
Windows-Betriebssystems (HKEY_CURRENT_USER\Software\XtenNetworksInc\X-Lite).
Die auf eyeBeam 1.5 basierende aktuelle Version 3.0 von X-Lite speichert
diese Daten nicht mehr in der Registry, sondern im
Standard-Windows-Nutzer-Verzeichis unter C:\Dokumente und
Einstellungen\[Windows Benutzername]\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\CounterPath.
Nichtsdestotrotz kann diese Problematik bei anderen
Softphones durchaus noch relevant sein (zumal von manchen VoIP-Anbietern
noch die alte Version von X-Lite zum Download angeboten wird).
Die Registry-Problematik sollte man auf jeden Fall
abklären, wenn man z.B. seinen Computer verkauft. Sofern man bei Verkauf
des Computern nicht sowieso die gesamte Festplatte formatiert (was
allerdings durchaus keinen 100-prozentigen Schutz bietet) oder die entsprechenden Einträge vor der
Deinstallation des Softphones aus dem Programm entfernt oder
jedenfalls in der Registry manuell
entfernt, hat der Käufer Zugriff auf die bisher verwendete Rufnummern
und die im Telefonbuch gespeicherten Daten. Dies
ist aus nahe liegenden Gründen sicher nicht gewünscht.
2. Rufnummernübertragung
Ein weiterer Aspekt im Bereich Datenschutz ist die
Übertragung der eigenen Rufnummer (CLI = Calling Line
Identification). Denn was für den Angerufenen
gegebenenfalls ein Komfortmerkmal ist (Anzeige der Rufnummer des
Anrufers; CLIP = Calling Line
Identification Presentation), ist für den Anrufer
evtl. gar nicht gewünscht (aus welchem Grund auch immer).
Bei allen
vor dem 01.01.1998 geschalteten Telefon-Anschlüssen der Deutschen Telekom AG
ist die Rufnummernübertragung
standardmäßig deaktiviert. Bei später geschalteten
Anschlüssen dagegen ist die Funktion aktiviert, wobei sowohl eine
gesprächsindividuelle als auch eine permanente Rufnummernunterdrückung
möglich ist.
Inwiefern dies auch für VoIP möglich ist, hängt
in der Regel in
aller erster Linie vom jeweiligen VoIP-Anbieter ab. Manche
Anbieter übertragen (derzeit) gar keine Nummer; andere übertragen immer
eine Nummer, wobei teilweise - so etwa bei GMX - die Möglichkeit
besteht, festzulegen, welche Nummer übertragen werden soll; das kann
dann auch die herkömmliche Festnetznummer oder eine andere Nummer
sein (so genanntes "Clipping") . Teilweise lässt sich immerhin durch eine globale Einstellung das
gewünschte Verhalten für alle Anrufe einstellen. Nur wenige Anbieter bieten die Möglichkeit, die
Unterdrückung der Nummer gesprächsindividuell zu aktivieren.
Letzteres lässt sich allerdings gegebenenfalls auch im
Softphone bzw. dem VoIP-Endgerät entsprechend steuern. Schließt man
beispielsweise ein analoges Telefon über einen Analog Telephone
Adapter (ATA; siehe dazu schon unter
Los
geht's/Voraussetzungen/Hardware) an das VoIP-Netz an, kann man den
aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG bekannten
Steuerungscode *31#
verwenden, um die Rufnummer fallweise zu unterdrücken (wenn dieser
Steuerungscode vom ATA unterstützt wird).
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