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Sicherheit > Datenschutz > Seite 1 | 2

 

4. Öffentlich zugängliche Daten

 

Das größte Datenschutzverletzer in der Praxis ist freilich immer noch... der Nutzer selbst. Sicherlich eine sehr pointierte Aussage, aber nichtsdestotrotz nicht gänzlich abwegig.

 

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a. Öffentliche Profile

 

Bei manchen VoIP-Diensten gibt es öffentlich zugängliche Profile, die mehr oder weniger viele Informationen enthalten. Häufig war es der Nutzer selbst, der dort seine Daten hinterlegt hat. Er tut dies möglicherweise aus guten Gründen, etwa um von anderen Nutzern leichter gefunden zu werden. Die Kehrseite freilich ist, dass man dadurch personenbezogene Daten veröffentlicht, die man bei Lichte betrachtet vielleicht lieber doch nicht in einem öffentlichen Verzeichnis sehen möchte. Hier muss letztlich jeder für sich abwägen, wie viel an Daten er preisgeben kann, will und muss.

Besonders brisant können Informationen sein, die es Dritten ermöglichen, Querverbindungen zu anderen öffentlichen Profilen herzustellen. Wer etwa in Skype seinen vollen Namen veröffentlicht (im ungünstigsten Fall identisch mit dem Skype-Kennung!) und unter demselben Namen z.B. regelmäßig in einem Forum postet (oder im Usenet aktiv ist), eröffnet Dritten im Einzelfall ungeahnte Möglichkeiten, etwa wenn im Forumsprofil auch noch eine E-Mail-Adresse oder gar die (Real-)Adresse einsehbar ist. Die Grenzen zur Paranoia sind naturgemäß fließend... Vorsichtige Zeitgenossen geben grundsätzlich so wenige personenbezogene Daten preis wie möglich.

 

b. Öffentlicher Online-Status

 

Vergleichsweise harmlos mutet es dagegen an, wenn man z.B. über eine Website seinen Online-Status anzeigen lässt (z.B. "Skype Web", das standardmäßig deaktiviert ist). Andererseits ist damit auch für jeden einsehbar, wann man wie lange online ist...

 

c. Freigabe von personenbezogenen Daten an Nutzer auf der Kontaktliste

 

Bei vielen Softphones geht mit der Aufnahme eines Nutzers auf die Kontaktliste automatisch einher, dass dieser Nutzer Zugriff erhält auf zusätzliche (ansonsten private) Daten. Grundsätzlich ist dies vertretbar, da davon ausgegangen werden kann, dass Nutzer auf der eigenen Kontaktliste Zugriff auf mehr personenbezogene Daten haben dürfen als Dritte, die nicht einmal auf der Kontaktliste stehen.

Allerdings sollte die Datenfreigabe nicht pauschal erfolgen, wenn das Softphone die Möglichkeit bietet, Nutzer auf die Kontaktliste aufzunehmen, ohne damit auch zwangsläufig zusätzliche personenbezogene Daten freigeben zu müssen. Beim Softphone Skype etwa kann man andere Skype-Nutzer als Kontakte hinzufügen ohne sie auch zu "autorisieren", d.h. ohne die eigenen Kontaktdetails austauschen zu müssen.

 

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