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b. CAPI
Die FRITZ!Box von AVM erlaubt es in der Zwischenzeit, die integrierte
CAPI-Funktionalität relativ einfach zu aktivieren:
ftp://ftp.avm.de/fritz.box/tools/fax4box/.
Damit kann man Faxe
direkt vom Computer aus verschicken. Nicht gelöst wird dadurch aber das
oben beschriebene grundsätzliche Problem, dass die technische Abwicklung
per VoIP unzuverlässig ist. Fax-Versand ist also trotzdem immer nur per
herkömmlichem Telefonnetz möglich.
Vor der Installation der CAPI-Treiber sollte ein vollständiges Backup
des Betriebssystems erstellt werden. Bestehende CAPI-Treiber oder
sonstige Fax-Software sollte vor der Installation deinstalliert und UPnP
in der Fritz!Box vorübergehend aktiviert werden. Wenn erforderlich, kann
CAPI manuell über die Tastenkombination #96*3* gestartet werden.
Detaillierte Informationen finden sich auf den einschlägigen
"Tuning-Seiten" für AVM-Geräte.
c. Fax-Empfang
Der Empfang von Telefaxen auf
VoIP-Telefaxnummern (wird z.B. von Nikotel und Sipgate angeboten) ist dagegen
grundsätzlich unproblematisch.
Die empfangenen Nachrichten werden in der Regel per
E-Mail zugestellt ("Fax to E-Mail"). Im Einzelfall kann es
Schwierigkeiten geben beim Empfang mehrseitiger
Faxnachrichten (testen!)
oder schlimmstenfalls beim Öffnen der TIFF
bzw. GIF-Datei (testen!). Werden die
empfangenen Telefaxe dagegen (auch) als PDFs zugestellt, gibt es normalerweise
keine Dateiöffnungs-Probleme.
Allerdings ist man auch beim Fax-Empfang nach unserer Erfahrung nicht
absolut auf der sicheren Seite, was die Zuverlässigkeit angeht. Dabei
geht es weniger um die prinzipielle Verfügbarkeit des Dienstes (die
normalerweise ja gewährleistet sein sollte). Vielmehr scheinen manche
Faxgateways im Vergleich zu traditionellen Faxgeräten "empfindlich" auf
möglicherweise nicht optimale Sendebedingungen zu reagieren. Feststellen
konnten wir dies beispielsweise bei Sipgate. Regelmäßig erhalten wir von
Sendern die telefonische Rückfrage, "ob das Fax angekommen ist", da beim
Sender eine Fehlermeldung ausgegeben wurde. Dabei ist festzustellen,
dass das Fax häufig trotz Fehlermeldung vollständig angekommen ist.
Nicht selten aber kommt nur ein Viertel der Seite an oder die Hälfte. Im
Sipgate Webinterface wird gleichwohl ein ordnungsgemäßer Empfangsstatus
gemeldet.
Unerfreulicherweise scheinen sich diese Probleme nicht eingrenzen zu
lassen. Bei von uns durchgeführten Tests (aus dem Telekom-Netz) kamen
von vier unmittelbar nach einander versandten, identischen Dokumenten
zwei unvollständig an (Fehlermeldung beim Sender), eines korrekt (mit
Fehlermeldung beim Sender). Beim vierten Versuch klappte der Versand
ebenfalls ordnungsgemäß, diesmal sogar ohne Fehlermeldung beim Sender.
Auch beim Versand von anderen Anschlüssen aus traten vergleichbare
Phänomene aus. Der Sipgate-Suppport konnte allerdings in keinem Fall ein
technisches Problem feststellen. Unklar ist insofern, worauf diese
Probleme zurückzuführen sind. Dies ist zwar unbefriedigend, aber derzeit
anscheinend nicht zu ändern.
Ebenfalls erwähnt werden sollte, dass bei manchen (!) Sendern als
Zielrufnummer nicht die gewählte Sipgate-Telefax-Nummer auf der
Sendebestätigung angegeben wird, sondern "SipgateWebFax". Auch das lässt
sich nach Angaben des Sipgate-Supports derzeit nicht ändern. Zwar ist
das nur ein "Schönheitsfehler", aber gleichwohl nicht optimal. Erstens
verwirrt es den Versender und zweitens mag man es vorziehen, aus welchem
Grund auch immer, dem Sender nicht auf die Nase binden zu müssen, dass es sich
um eine virtuelle Telefaxnummer der Sipgate GmbH handelt.
weiter...:
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