Praxistauglichkeit
Das klingt ja nun alles in allem sehr erfreulich. Aber
wie schaut es in der Praxis aus? Was kann man von VoIP erwarten und was
(noch) nicht?
I. Gesprächskosten
1. VoIP-Gespräche
Reine VoIP-Gespräche, also Gespräche zwischen
VoIP-Nutzern ohne Nutzung des herkömmlichen Telefonnetzes, sind
typischerweise kostenlos.
Entsprechend lassen sich mit VoIP v.a. dann die
monatlichen Gesprächskosten deutlich reduzieren bzw. sogar auf Null
drücken, wenn ein Großteil der üblichen Gesprächspartner ebenfalls auf
VoIP umsteigt.
Am besten also die URL http://www.florianmessner.com/voip weitergeben ;-)
Eine gewisse Vorsicht ist bei
Netzzusammenschaltungen
angebracht (siehe unter
Vorteile/Kosten/Gesprächskosten).
Zwar sollten Gespräche zwischen
Nutzern zusammengeschalteter Netze kostenlos sein, doch hat sich in der
Vergangenheit mehrmals gezeigt, dass es hier mitunter zu
Abrechnungsunregelmäßigkeiten kommt. Man sollte daher die Rechnung des
VoIP-Anbieters entsprechend genau kontrollieren oder gleich den
"sicheren" Weg gehen und das Gespräch über eine VoIP-Kennung aufbauen
(statt über eine virtuelle Telefonnummer), siehe dazu unter
Erreichbarkeit/VoIP-Kennung. Hilfreich in diesem Zusammenhang sind
automatische Tarifansagen (siehe dazu unter
Praxis/Einschränkungen/Features).
Verschärfend kommt hinzu, dass entsprechende Netzzusammenschaltungen
mitunter etwas voreilig per Pressemitteilung kommuniziert werden (u.U.
als Reaktion auf eine ähnliche Mitteilung eines Mitbewerbers) und die
tatsächliche Umsetzung noch auf sich warten lässt.
Ob reine VoIP-Gespräche auch langfristig
kostenlos bleiben, ist keineswegs selbstverständlich. Letztlich läuft es
darauf hinaus, dass die VoIP-Anbieter tragfähige
Geschäftsmodelle entwickeln müssen oder jedenfalls die derzeit
letztlich stattfindende Querfinanzierung (z.B. durch kostenpflichtige
Gespräche ins herkömmliche Festnetz) auch in Zukunft wirtschaftlich
Sinn macht. Allerdings erscheint es fraglich, ob Kostenpflichtigkeit im
Markt durchsetzbar sein wird, zumal der Nutzer ja auch jetzt schon für
die Datenübertragung bezahlt (wenn auch häufig als "Inklusiv-Traffic").
Daher dürfte es wahrscheinlicher sein, dass zwar nicht die
VoIP-Gespräche als solches kostenpflichtig werden, der Kunde aber für
besondere Features (Anrufbeantworter etc.) gesondert bezahlen muss (womit
man wieder bei der Querfinanzierung wäre). So wundert es auch
nicht, dass Skype bereits mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten am Markt
ist (darunter kostenpflichtige Klingeltöne...).
weiter... |