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Einleitung > Was ist VoIP? > Seite
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Vor diesem Hintergrund sollte der VoIP-Anbieter im
Idealfall einen weit verbreiteten Standard einsetzen (z.B. das
Session Initiation Protocol, SIP), um die
freie Wahl bei den Endgeräten (siehe dazu das Gegenbeispiel Skype unter
Einleitung/Alles nur Hype) und maximale
Interoperabilität zu gewährleisten. Wie sich schon aus
der Übersetzung ergibt (Sessions-Initiierungsprotokoll), betrifft das
SIP grob gesagt die Anrufsignalisierung (zu den Details siehe unter
Erreichbarkeit/SIP-Kennung).
Allerdings darf man das Kriterium "Standardbasiertheit"
nicht als
Ausschlusskriterium missverstehen. Als Beispiel sei der
VoIP-Dienst Skype erwähnt. Skype
wurde Anfang September 2005 übrigens von eBay aufgekauft.
Skype basiert gerade nicht auf
dem SIP-Standard, sondern setzt ein proprietäres Protokoll ein und
basiert auf so genannter Peer-to-Peer-Technologie, also
Direktverbindungen ohne Beteiligung zentraler Server. Gleichwohl wird
niemand ernsthaft bestreiten, dass Skype VoIP ist. Skype gilt mithin als
Inbegriff von VoIP - allerdings mit der Einschränkung, dass Sie Skype
nicht mit solchen Endgeräten nutzen können, die auf dem SIP-Standard
basieren. De facto brauchen Sie derzeit für Skype immer einen
eingeschalteten Computer (das mag sich ändern, aber momentan ist es so).
Bekannte Geräte wie etwa von AVM (FRITZ!Box FON) sind daher nicht mit
Skype nutzbar.
Google Talk, der
VoIP-Dienst von Google, setzt dagegen auf dem Jabber/XMPP-Standard auf.
SIP soll erst in späteren Versionen unterstützt werden.
c. Einfache Nutzbarkeit ("Plug and Play")
"Telefonieren" meint auch, dass es jedenfalls im
Grundsatz möglich sein muss, "einfach zu telefonieren" – mit der
Betonung auf "einfach", d.h. sowohl die Einstiegshürden als auch die
Hürden im Alltagseinsatz ("usability") sollten so niedrig wie möglich sein.
Stundenlange Konfigurationsmarathonsitzungen
sollten die absolute Ausnahme sein.
In diesem Zusammenhang kann man einmal mehr
Skype erwähnen, das zwar nicht
SIP-Standard-basiert ist (siehe oben), sich aber andererseits gerade
dadurch auszeichnet, dass es auch unter solchen Netzwerkkonstellationen
ohne weitere Konfiguration funktioniert, wo SIP-basierte Dienste
mitunter nur nach manueller Konfiguration ordnungsgemäß funktionieren,
wenn überhaupt.
Dies betrifft v.a. die Network Address Translation (dazu unter
NAT) und gilt auch im Zusammenhang
mit Firewalls (siehe unter
Firewalls). Da hat
man mit Skype immer noch die größten Chancen, dass es keine Probleme
gibt.
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