WLAN
Bei WLAN ist typischerweise immer ein Router mit Firewall und NAT
involviert (es sei denn der WLAN-Zugang wird an einem reinen Access
Point betrieben). Entsprechend gilt im Prinzip das unter
Firewall/NAT Gesagte.
I. Eingeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten
Anders aber als beim privaten WLAN-Zugang zu Hause, stellt sich bei
öffentlichen WLAN-Zugängen ("Public
Hot Spot"; z.B. auf Flughäfen, in Cafés oder Hotels) das
zusätzliche Problem, dass man erstens nicht weiß, ob "nur" ein NAT aktiv
ist oder auch noch eine Firewall. Zum zweiten kann man weder die
Firewall noch das NAT konfigurieren, da man schlicht keinen Zugriff
hat. Daher ist man von vornherein auf solche Lösungsansätze beschränkt,
die sich vom eigenen Computer aus steuern lassen. Insbesondere scheidet
port forwarding aus, weswegen man v.a. bei der
Anrufsignalisierung eingehender Gespräche Probleme bekommt (siehe dazu
unter NAT).
Mitunter scheitert man aber schon bei der Registrierung beim SIP-Proxy
(siehe dazu unter NAT/Eingehende
Anrufe/Anrufsignalisierung/Private IP-Adressen). Wer etwa mit seinem
Softphone über einen Vodafone-WLAN-Zugang VoIP nutzen möchte (so etwa in
den Accor-Hotels), wird u.U. feststellen,
dass Skype sowohl für ein- als auch ausgehende VoIP- und
Skype-Out-Gespräche funktioniert, bei manchen (!) SIP-basierten Diensten
dagegen entweder schon die Registrierung scheitert ("SIP/2.0 479
Please don't use private IP addresses"; bei BlueSip und GMX; trotz
STUN-Server!) oder aber keine Gespräche ins herkömmliche Telefonnetz
möglich sind, weil die Audio-Daten blockiert werden (Nikotel; Freenet),
während z.B. ausgehende Sipgate-interne Anrufe ordnungsgemäß über die
Bühne gehen, eingehende Anrufe aber nicht signalisiert werden. Bei Skype
und Google Talk werden dagegen auch eingehende Gespräche signalisiert.
[Alle Tests wurden Mitte August 2005 im Accor Hotel in Leipzig durchgeführt.]
Die Testergebnisse sind also bestenfalls
durchwachsen. Letztlich wird man erst vor
Ort klären können, ob VoIP uneingeschränkt funktioniert. Skype bewies
hier aber einmal mehr, dass es auch in relativ restriktiven
Netzwerkumgebungen funktioniert. Gerade bei Geschäftskundenarrangements
wird man eher nicht davon ausgehen dürfen, dass VoIP explizit
unterbunden wird. Wahrscheinlicher ist, dass die verwendeten
Netzwerkgeräte schlicht nicht auf VoIP vorbereitet sind.
Siehe zur Nutzung von VoIP im Hotel auch den Gastartikel in
hottelling.
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