II. WLAN-Handys
Als WLAN-Handys werden
VoIP-Telefone bezeichnet, die für die Telefonverbindung auf ein
drahtloses Netzwerk (WLAN) zurückgreifen. Teilweise unterstützen die
Endgeräte parallel auch GSM und UMTS.
1.
Kosten
WLAN-Handys sind derzeit
zumindest für den Privatanwender unverhältnismäßig teuer. Genauer gesagt
lässt das Preis-Leistungs-Verhältnis zu
wünschen übrig: 2. Praxis
WLAN-Handys sind noch relativ
neue Entwicklungen. Manches z.B. auf der CeBIT schon stolz präsentiertes
Gerät schaffte es nie in die Endfertigung.
Testberichten nach zu schließen merkt man den am Markt derzeit
verfügbaren Geräten an, dass sie noch nicht wirklich
Marktreife erlangt haben: Mangelhafte
Konfigurationsmöglichkeiten (z.B. nur ein SIP-Account), geringere
Reichweite als DECT-Telefone, komplizierte Konfiguration, kurze
Akkulaufzeiten, lange Akkuladezeiten, keine Unterstützung des
STUN-Protokolls (siehe dazu unter NAT),
Inkompatibilität mit weit verbreiteten (Home) Access Points, teilweise
umständliches Umschalten zwischen den verschiedenen Übertragungsmodi,
Verfügbarkeit nur im Rahmen von Triple- bzw. Quadruple-Angeboten
eines Anbieters (siehe dazu unter
Praxistauglichkeit/sonstige
Kosten/Internet-Kosten), keine WPA-Verschlüsselung (nur WEP) -
und das alles bei relativ stolzen Preisen.
Selten wird ein Gerät alle diese Unzulänglichkeiten gleichzeitig
aufweisen. Einzelne Produkte scheinen auf einem insgesamt guten Weg zu
sein. Wer sich mit den Gedanken trägt, ein WLAN-Handy zuzulegen, sollte
das anvisierte Gerät auf die eben beschriebenen Aspekte abklopfen.
3. Anmeldung an einem Public Hot Spot
Hinzukommt, dass die
Vorstellung, man könnte mit einem solchen Telefon an jedem Hot Spot
"einfach" per VoIP telefonieren (was v.a. im Ausland sehr interessant
wäre!), (momentan) leider nicht sehr realistisch ist. Meistens scheitet es nämlich
schon daran, dass das WLAN-Telefon nicht die Hürde nimmt, sich über ein
entsprechendes Anmeldeformular beim Hot
Spot anzumelden. Anders schaut es aber bei solchen mobilen Endgeräten aus, die WLAN unterstützen und über einen Browser verfügen.
4. Abrechnung an einem Public Hot Spot
Hinzukommt ganz generell bei der WLAN-Nutzung an öffentlichen Hot Spots,
dass die Gebühren für den Internet-Zugang "für einmal kurz
telefonieren" relativ hoch sein können. Häufig ist nämlich der Erwerb
eines Vouchers erforderlich, der ein
bestimmtes am Stück zu nutzendes Minutenkontingent enthält.
T-Online-Nutzer kommen dagegen (z.B. in einem Hotel) im Einzelfall in
den Genuss einer Minutenabrechnung über ihre T-Online-Kennung.
www.greenspot.de hat sich zum Ziel gesetzt, die
Abrechnungsmodalitäten zu vereinfachen.
5. Sicherheit an einem Public Hot Spot
Ein besonderes Problem gerade bei öffentlichen Zugangspunkten ist die
meist gänzlich fehlende Verbindungssicherheit. Siehe dazu auch unter
Sicherheit/Abhörbarkeit.
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