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2. Verbindung über ein Gateway, z.B. über einen Router
Häufig wird (v.a. im Zusammenhang mit WLAN; siehe dazu
unter WLAN) aber folgendes Szenario
gegeben sein:
Der Computer ist nicht direkt an das Modem angeschlossen,
sondern (z.B.) an einen so genannten Router. Auch erfolgt die "Einwahl"
nicht mehr durch den Computer, sondern durch den
Router. Auch jetzt gibt es zwar eine
öffentliche IP-Adresse, aber diese führt zunächst nur zum Router,
nicht zum Computer. Erst der Router leitet die Daten anschließend an den
Computer weiter. Dieses "Weiterleiten" kann aber nicht irgendwie "ins
Blaue hinein" funktionieren. Vielmehr leitet der Router die Daten an
eine (interne / lokale) private IP-Adresse weiter, die den vom Nutzer verwendeten
Computer bezeichnet.
a. Sinn und Zweck von NAT
Sinn und Zweck dieser Konstruktion ist primär, dass
jetzt nicht mehr nur ein Computer, sondern
mehrere Computer oder sonstige Endgeräte (jeweils mit einer
eigenen eindeutigen privaten IP-Adresse) die
Internet-Anbindung nutzen
können. Daneben geht mit einem NAT auch ein rudimentärer Firewall-ähnlicher Schutz einher (siehe dazu unter
Firewall).
Theoretisch könnte zwar auch jeder Computer eine eigene
öffentliche IP-Adresse nutzen (mit der angenehmen Konsequenz, dass
man damit sämtliche NAT-Probleme umgehen könnte; siehe auch unter
NAT/Anrufsignalisierung), doch sind IP-Adressen (bis auf weiteres)
ein knappes und damit kostenrelevantes Gut. Erst mit flächendeckender
Einführung von IPv6 (Nachfolger zum derzeitigen IPv4) mag sich daran
etwas ändern. Allerdings dürfte die Einführung von IPv6 noch etwas
auf sich warten lassen, zumal auch mit IPv6 manches neue Problem bei der
technischen Umsetzung zu erwarten ist.
Der ein oder andere mag einwenden, er wolle gar nicht
mehrere Computer nutzen. Das freilich spielt in mehrerlei Hinsicht
grundsätzlich keine Rolle:
Erstens ist nur ausschlaggebend, dass man
mehrere Computer anschließen könnte. Ob man aber tatsächlich mehrere
Computer verwendet, ist unerheblich. Warum dann überhaupt einen Router?
;-) Nun ja, vielleicht haben Sie den Router von Ihrem DSL- oder
VoIP-Anbieter bei Vertragsabschluss "geschenkt" bekommen und haben
deswegen einen Router...
Zum zweiten darf man die Anschlussmöglichkeiten auch
nicht nur auf weitere anzuschließende Computer einengen. Gerade im
Zusammenhang mit VoIP sind weitere Netzwerkendgeräte denkbar, die Sie
zusätzlich zu Ihrem Computer an Ihren Router anschließen müssten, z.B.
einen ATA (Analog Telephone Adapter; siehe dazu unter
Los
geht's/Voraussetzungen/Hardware).
Zum Drittem geht es auch nicht nur um den VoIP-Zugang
zu Hause, sondern z.B. auch an WLAN-Hotspots (siehe unter
WLAN), der
sich auch auf 10 000 Meter Höhe befinden kann. So soll die Nutzung von VoIP im Flugzeug ("connexion by
Boeing") laut Auskunft von connexion by Boeing auf der
CeBIT 2005 grundsätzlich funktionieren (siehe aber unter
Los
geht's/Voraussetzungen/Internetzugang/Fastpath). Freilich wird VoIP von
den Fluggesellschaften in der Regel nicht ausdrücklich beworben, sondern eher
toleriert, solange es andere Fluggäste nicht stört.
weiter...
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