Firewall
I. Firewall und NAT
Da das NAT-System unaufgeforderte Anfragen von außen
schlicht ignoriert (siehe zu den Details unter
NAT/Funktionsweise), bietet ein NAT-System auch einen gewissen Schutz
("security through obscurity") und
erfüllt damit im Prinzip die Funktion einer Firewall.
Im Unterschied zu einer Firewall ermöglicht aber ein
NAT-System keine detaillierten Konfigurationen. Während also in einer
Firewall exakt festgelegt werden kann, welche Ports von welchen externen
IP-Adressen für welches Protokoll (z.B. UDP, TCP, ESP, GRE) für welche
internen IP-Adressen freigegeben sind, wird durch ein NAT-System
lediglich pauschal ein Zugriff auf eine interne IP-Adresse gestattet
oder die eingehenden Anfragen werden blockiert.
Weiterer gravierender Unterschied: Firewalls können
auch ausgehenden Datenverkehr steuern
bzw. blockieren (siehe dazu auch unter
Sicherheit/Systemsicherheit/Traffic/Blockierung von Skype), während
ein NAT-System nur eingehenden Traffic tangiert.
Firewalls bieten darüber
hinaus häufig auch spezielle
Schutzmechanismen, beispielsweise Schutz
vor Denial of Service Attacks oder Pings of Death.
Die
meisten für Privatanwender verkauften DSL-Router enthalten nur ein
NAT-System und allenfalls eine rudimentär konfigurierbare Firewall (z.B.
Port-Freigaben).
Streng genommen ist NAT lediglich ein Durchleitungs-Mechanismus,
der sowohl in einem Router als auch in einer Firewall zum Einsatz kommt.
Meistens wird aber der Einfachheit halber (etwas verkürzt) von "Firewall/NAT"
gesprochen.
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