2. Bestehende Telefonnummer
Statt einer neuen (VoIP-)Telefonnummer ist evtl.
erwünscht, eine bestehende Telefonnummer auf VoIP umzustellen, so dass Anrufe auf dieser Nummer nicht mehr über das
herkömmliche
Telefonnetz geleitet werden, sondern zum VoIP-Anschluss führen.
Dabei sind grundsätzlich zwei Szenarien denkbar:
a. Umleitung
Die Nummer bleibt weiterhin als "normale" Nummer
geschaltet, aber Sie leiten eingehende Anrufe per Anrufweiterleitung auf
eine andere VoIP-Telefonnummer um (die Sie bei einem VoIP-Anbieter
bekommen). Ob solche Umleitungen mit Kosten verbunden sind, hängt von
Ihrem Anschlusstyp (analog/ISDN/mobil) und Ihrer Telefon- bzw. Mobilfunkgesellschaft ab.
b. Portierung
(Zur Portierung virtueller Telefonnummern zu einem
anderen Anbieter siehe unter
Erreichbarkeit/Telefonnummer/VoIP-Telefonnummer.)
Statt einer Umleitung wäre auch denkbar, Ihre
bestehende Telefonnummer, die zur Zeit z.B. bei der Deutschen Telekom AG
geschaltet ist, zu einem anderen Anbieter "umzuziehen" und zwar zu
einem VoIP-Anbieter. Diesen Vorgang bezeichnet man üblicherweise als
Rufnummern-Portierung. Grundsätzlich können nur Festnetznummern zu einem
VoIP-Anbieter portiert werden. Zur Frage der Portierbarkeit einer O2
Home-Zone-Nummer wenden Sie sich bitte an den VoIP-Anbieter.
Ob, wie und zu welchen Kosten dies möglich ist, hängt
von den beteiligten Anbietern ab. Rufnummernportierungen zu
VoIP-Anbietern sind für Privatanwender (noch) ein etwas exotischer
Vorgang und bei vielen VoIP-Anbietern allenfalls "in Planung".
Möglich ist die Portierung z.B. bei Nikotel, dus.net und bluesip.
Generelle Vorgehensweise ist, dass man nicht selbst den Telefonanschluss
kündigt (Gefahr des Rufnummernverlusts), sondern den VoIP-Anbieter mit
der Portierung beauftragen sollte. Die Portierung muss vom offiziellen
Anschlussinhaber angestoßen werden.
aa. Analog-Anschluss
Nutzt man zur Zeit T-DSL (Deutsche Telekom AG), ist der
T-DSL-Anschluss an den Telefonanschluss gebunden. Kündigt man jetzt den
Telefonanschluss "durch Portierung", fällt auch der T-DSL-Zugang weg.
Man braucht also einen alternativen DSL-Anschluss (z.B. QSC, der auf
SDSL-Technik basiert).
bb. ISDN-Anschluss
Trägt man in das Portierungsformular die
Hauptrufnummer
des ISDN-Anschlusses ein, wird der gesamt ISDN-Anschluss portiert.
Soll der ISDN-Anschluss dagegen bestehen bleiben, muss
eine andere MSN ausgewählt werden. Wichtig: bei der Deutschen Telekom AG
müssen in jedem Fall mindestens drei MSN beim ISDN-Anschluss verbleiben.
Im Zweifel
und bei Detailfragen zum Ablauf sollte man sich bei seinem bisherigen Anschlussbetreiber
und dem VoIP-Anbieter nach den Details erkundigen.
Des Weiteren sollte man mögliche "Nachteile" bei VoIP-Anschlüssen
beachten: In der Regel (derzeit) kein Absetzen vom Notrufen möglich
(Alternative: Handy) und evtl. Prepaid-Verfahren; bei nicht
ausreichender Deckung nur noch interne Gespräche möglich.
Im Übrigen sollte man nicht davon ausgehen, dass die
Portierung immer nahtlos, zeitnah und ohne Ausfälle über die Bühne geht.
Hauptgrund dafür ist, dass nicht immer alle Beteiligten optimal
zusammenarbeiten und sich manches wohl erst noch "einspielen" muss. Mit
fortschreitender Professionalisierung des Portierungsvorgangs dürften
aber auch diese "Kinderkrankheiten" bald der Vergangenheit angehören.
weiter...
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