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Zugspitze: Zug streikt, Pisten spitze

“So eine Zugfahrt, die ist lustig…” - sofern man nicht im Tunnel der Zugspitz-Zahnradbahn feststeckt. Fotos von einem Traum-Skitag mit einem unfreiwilligen Stopp im Tunnel.

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Hoch hinauf

Wer nicht gerne auf Kunstschnee fährt, muss in diesem Winter hoch hinauf, zum Beispiel auf die Zugspitze. Anders als bei unserem Ausflug 2005 haben wir diesmal einen Traumtag erwischt. 1a-Wetter bei guten Schneeverhältnissen.

Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen, macht sich der Schnee auf der tiefer gelegenen Brunntal-Abfahrt sehr rar - aber es reicht (noch)… An die Riffelriß-Talabfahrt war natürlich erst gar nicht zu denken.

Brunntal Zugspitze
Brunntal-Skiabfahrt auf dem Zugspitzplatt

Ein Hoch auf die Technik

Dieses Jahr waren wir erstmals mit den neuen Zügen unterwegs. Machen zwar äußerlich einen guten Eindruck, aber die Technik scheint noch nicht wirklich zuverlässig zu funktionieren. Bei der Auffahrt wurde wie im Flugzeug ein schickes Video gezeigt (”Im unwahrscheinlichen Falle eines Feuers im Tunnel…”), das allerdings mittendrin ausfiel (”Datei D:\….divx nicht gefunden.“). Immerhin fuhr der Zug trotzdem weiter.

Rien ne roule plus

Bei der Talfahrt abends dagegen blieb der Zug wenige Sekunden nach Verlassen der Bergstation im Tunnel stehen. Über Lautsprecher wurden wir informiert, dass es ein “technisches Problem” gebe. Man müsse den Zug “abrüsten“, sodass kurzzeitig die Beleuchtung abgeschaltet werden müsse. So saßen wir dann für ein paar Sekunden im Stockdunkeln (interessanterweise gab es keine Tunnelbeleuchtung an dieser Stelle), bevor die Zuginnenbeleuchtung wieder anging. Per Lautsprecher-Durchsage erfuhren wir, dass “eine Weiterfahrt mit diesem Zug nicht möglich ist”. Schließlich fuhr der Zug nach etwa 10 min rückwärts wieder in die Bergstation zurück, wo wir auf einen Ersatzzug warteten. Das war dann ein nicht ganz so hübsches altes Zug-Modell, das uns aber immerhin sicher ins Tal brachte.

Nach Auskunft eines Zugspitzbahnmitarbeiters basieren die neuen Züge auf einem mehrstufigen Sicherheitssystem. Fällt nur eines aus, kann der Zug nicht weiterfahren. So ärgerlich solche technischen Probleme auch sind, so leuchtet es unmittelbar ein, dass bei einer Zahnradbahn maximale Sicherheit nötig ist. Lieber ein überempfindliches Sicherheitssystem als ein unzureichendes Sicherheitssystem.

An der Talstation der Zahnradbahn erfuhren wir dann, dass solche Probleme schon des öfteren mit den neuen Zügen aufgetreten seien. Schuld sei die hochkomplizierte Technik, die noch nicht optimal funktioniere. Man hoffe aber auf baldige Besserung. Dem schließen wir uns an, da solche Spontanausfälle naturgemäß zu längeren Warte- und Fahrzeiten führen. Noch unerfreulicher sind die mitunter unschönen Szenen beim Umsteigen in die Ersatzzüge auf dem engen Bahnsteig der Bergstation. Da wird gnadenlos gerempelt, geschoben und geschupst, dass es wahrlich keine Freude mehr ist…

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Mon, February 12 2007 » Aktualisierungen

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