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Fotos: Schneeradtour in die Sauna

Rekordwinter, Rekordhitze.

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Schneeradln mit Skibrille und Fahrradhelm
Schneeradln mit Skibrille und Fahrradhelm

Dass es im Winter schon mal vorkommen kann, dass die Außen-Sauna wegen Lawinengefahr gesperrt ist, haben wir ja vor kurzem erlebt. Diesmal hätte aber nicht viel gefehlt und der Saunabesuch wäre beinahe komplett ins Wasser gefallen. Schuld war der heftige Wintereinbruch in Südbayern im allgemeinen und in München im besonderen: die heftigsten Schneefälle seit über 100 Jahren!

Normalerweise legen wir die 1,45 km zum Nordbad per Drahtesel zurück. Erstens kommen da triathlonische Gefühle auf (Radfahren - Schwimmen - Saunen), zweitens ist das in diesem Fall das schnellste Verkehrsmittel und drittens sind 1,45 km zu kurz um dafür auch noch Geld auszugeben. Andererseits sind insgesamt 2,9 km auch wieder zu viel, um das gesamte Sauna-Equipment per pedes ins Nordbad zu schleppen.

Ein Blick aus dem Fenster verhieß allerdings radfahrtechnisch nichts Gutes. Zwar waren zumindest die Hauptstraßen einigermaßen geräumt, aber sehr starker Schneefall ist nicht gerade das, was man als optimales Radfahrwetter bezeichnen würde. Also doch per Bus? Bei diesem Schneechaos darf spekuliert werden, dass die Pünktlichkeitsgarantie der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vermutlich wegen höherer Gewalt nicht greift… Statt an der Bushaltestelle dumm-frierend rumzustehen, gehen wir noch eher zu Fuß!

Die drei Handtücher, der Bademantel, die Badehose und die Schwimmbrille bringen aber 4,1 kg auf die Waage. Sagt jedenfalls die IKEA-Analog-Waage. Freiwillig schleppen wir die 4,1 kg auf keinen Fall 2,9 km durch die Gegend. Da könnten wir hinterher gleich noch eine Rückenmassage buchen.

Aber mal ehrlich: wegen dem bisschen Schnee lassen wir uns doch nicht den Saunabesuch vermiesen. Ist zwar eine extrem abgedroschene Weisheit, aber extreme Wettersituationen verlangen auch extreme Weisheiten: “Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung!” So isses!

So sind wir doch noch per Rad in die heißgeliebte Sauna gekommen. Mit dem obligatorischen Fahrradhelm - und einer stylish Skibrille. Man wird davon ausgehen können, dass dieses Outfit den oder anderen ungläubigen Blick der Passanten provoziert hat. Sicher können wir das aber nicht sagen, weil die Skibrille dauernd innen angelaufen ist und die wetterbedingt eh schon stark eingeschränkte Sicht effektiv auf Null reduziert war.

Und was lernen wir daraus?

Erstens: Wenn Sie sich irgendwann mal eine dieser angeblich unanlaufbaren Hightechskibrillen kaufen, klären Sie mit dem Verkäufer, ob die Unanlaufbarkeitsgarantie auch beim Radfahren im Schneegestöber gilt und lassen Sie sich das gegebenfalls schriftlich bestätigen.
Zweitens: Studieren Sie das Kleingedruckte Ihrer Unfallversicherung. Fahrradfahren bei extremem Schneefall könnte unter Umständen günstigstenfalls als grobe Fahrlässigkeit qualifiziert werden. Wir haben das Fahrrad jedenfalls nach einem Meter Fahrt die restlichen 2,899 km geschoben. Aber immerhin waren die 4,1 kg auf dem Gepäckträger und nicht auf unseren Schultern.

Übrigens: Beim Verlassen der Sauna fuhren “aus Sicherheitsgründen” überhaupt keine Busse mehr. Nur gut, dass wir mit dem Rad da waren!

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Sat, March 4 2006 » Aktualisierungen, Sauna

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