Das hätten wir uns nicht träumen lassen: Schau ma moi, dann segn ma scho.
Anfang verpasst? → Unser guter Vorsatz für 2009 ist die Revitalisierung unseres Wannabe-Blogs (Teil 1). Nachdem wir zunächst untersucht haben, ob man tatsächlich jeden Hype (Teil 2) mitmachen muss, haben wir uns mit der Frage nach dem Blog-Thema auseinandergesetzt (Teil 3). Zu eng gefasste Themen sind oft Ressourcenfresser (Teil 4).Eine niedrige Aktualisierungsfrequenz ist ähnlich kontraproduktiv wie Unregelmäßigkeit beim Aktualisieren (Teil 5). Auch persönliche Blogs sind nicht der Weisheit letzter Schluss (Teil 6).
Vielleicht aber liegt die Lösung viel näher als man vermuten würde. Vielleicht ist es schon ein grundsätzlicher Denkfehler, überhaupt vorab und abstrakt ein Thema für einen Blog festzulegen. Wäre es nicht verlockend, “einfach” zu bloggen und sich treiben zu lassen? Kommt der Autor nicht zum Thema, muss das Thema vielleicht zum Autor kommen. Möglicherweise ergibt sich das Blog-Thema im Laufe der Zeit. Wäre das nicht sogar der Idealfall? Immerhin ist ein Blog keine statische Angelegenheit, sondern work in progress.
Eine zugegebenermaßen mehr als verlockende Sichtweise, die wir allerdings basierend auf unserer ebenfalls zugegebenermaßen bescheidenen Blog-Erfahrung für Augenwischerei halten. Eine solche Schau-ma-moi-dann-segn-ma-scho-Strategie mag kurzfristig funktionieren. Mittel- und langfristig erschwert sie dem Blog-Schreiber seine Arbeit. Wer bloggt, muss mit offenen Augen durchs Leben gehen, um Ideen für Blog-Postings zu gewinnen. Mit “offenem Auge” heißt insbesondere, aus der Masse an potenziellen Themen für Blog-Postings genau die zu identifizieren, die tatsächlich geeignet sind. Ohne ein Rahmen-Thema hat man zwar viele Ideen, aber keine geeigneten. Man sieht nämlich dann den bloggischen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. So viele Ideen, aber welche kann man für den Blog gebrauchen? Diese Frage lässt sich nur beantworten, wer als Blog-Betreiber ein Rahmen-Thema vor Augen hat. (more…)
Bergtour auf die Kramerspitze bei Garmisch-Partenkirchen.
Manche Berge haben einfach Pech. Eigentlich eine ganz stattliche Höhe (1985 m), eigentlich gut erreichbar mit Bahn und Auto (Garmisch-Partenkirchen), eigentlich eine Wahnsinnsaussicht. Dumm nur, wenn direkt gegenüber ein anderer Berg liegt, der noch höher (2962 m), noch besser erreichbar (Zahnradbahn und Gondelbahn) ist und eine Sicht angeblich bis zur Adria bietet.
Stell Dir einen Berg vor und keiner geht rauf. (more…)
Nachdem uns die forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH, vulgo: forsa zuletzt im Februar mit einer Umfrage beglückt hat, dessen Ergebnis wir auch ohne Umfrage schon kannten, ist es nun mal wieder soweit: Bayern ist Deutschlands beliebtestes Urlaubsreiseziel! Natürlich, was sonst?, fragt da der Bayer zurück. Bayern, Berge, Bier, beautiful!
Bayern ist, sightseeing-technisch, ein Gesamtkunstwerk. Wir haben nicht nur einfach Berge und eine schöne Landschaft…
Das hätten wir uns nicht träumen lassen: Wer bremst, verliert.
Wenn wir mal wieder eine Fahrradtour planen, gehen wir in uns und fragen unseren cyclalen Schweinehund, wie viel Berg wir uns zumuten wollen. Denn das bayerische Voralpenland heißt nicht nur so, es ist auch tatsächlich mitunter eine schweißtreibende Angelegenheit für den Fahrradfahrer.
Wer’s am liebsten flach hat, bleibt entweder in der Münchner Schotterebene oder langweilt sich viele Kilometer lang an einem immer flach-geradeaus verlaufenden Uferweg eines bayerisches Flusses.
Optimal für den – sagen wir mal – ambitionierten Freizeit-Fahrradfahrer sind Touren, die von allem ein bisschen haben. Ein bisschen flach, ein bisschen hügelig. Die allermeisten unserer Fahrradtouren folgen dieser Prämisse.
An und an packt uns allerdings die alpine Gier und (more…)
Das hätten wir uns nicht träumen lassen: Visitenkarte und Voyeurismus.
Anfang verpasst? → Unser guter Vorsatz für 2009 ist die Revitalisierung unseres Wannabe-Blogs (Teil 1). Nachdem wir zunächst untersucht haben, ob man tatsächlich jeden Hype (Teil 2) mitmachen muss, haben wir uns mit der Frage nach dem Blog-Thema auseinandergesetzt (Teil 3). Zu eng gefasste Themen sind oft Ressourcenfresser (Teil 4).Eine niedrige Aktualisierungsfrequenz ist ähnlich kontraproduktiv wie Unregelmäßigkeit beim Aktualisieren (Teil 5).
Wenn es also weder mit einem allgemeinen noch mit einem speziellen Thema zu funktionieren scheint, dann machen wir eben auf “persönlicher Blog”? Ab und an einen Schwank aus unserem Leben! Das müsste doch zu schaffen sein. Gerüchteweise sind Leute schon richtig reich geworden mit Blogs oder Vlogs (Video-Blogs), indem sie über ihren Alltag gebloggt haben. Ein solcher Blog erhebt schon gar nicht mehr den Anspruch, irgendwie anspruchsvoll zu sein. Der Alltag ist es vielleicht auch nicht, und wo steht geschrieben, dass ein Blog ein Anspruchsmindesterfordernis erfüllen müsste? Nirgends, ergibt sich aber in unserem Fall aus den Umständen. Unsere Website ist eng verbunden mit unserer Tätigkeit als Sprachdienstleister. Wir müssen damit rechnen – und wollen! -, dass (potenzielle) Kunden sich auf der Website umschauen. Genau genommen sehen wir die Website durchaus als “erweiterte Visitenkarte“, mit der wir uns als Sprachdienstleister im Netz präsentieren. Vor diesem Hintergrund erscheint es riskant, im Blog ausgemachten Humbug zu veröffentlichen. Keineswegs müssen Blog-Postings hochgeistig sein, sie dürfen sogar “seicht” sein. Der Peinlichkeitsfaktor (more…)
Florian Meßner, Licencié en Droit (Paris II), ist beeidigter Übersetzer und Dolmetscher sowie Dozent für Französisch und Wirtschaftsrecht an der Hochschule für Angewandte Sprachen (SDI).